Stadtbummel

Heute war ich bei einem Flugzeughersteller, in einer Kletterhalle, in der Einwanderungsbehörde und im Stadtpark von Lund.

Es tut mir gut dass ich hier überall entspannte und freie Menschen antreffe.

Hier und da ein Hinweis auf Hygiene Regeln, ansonsten ist alles normal. Jedenfalls keine Masken, keine Schließungen, keine Abstandsmarkierungen am Boden. Die empfohlene magische Distanz beträgt hier übrigens 1 m.

Der Flugzeughersteller wartet auf Teile aus Italien. Jetzt kann er nur fünf von seinen 14 Mitarbeitern beschäftigen. Den Outdoor-Veranstaltern fehlen internationale Touristen. Im Land geht es ruhiger zu als sonst. So wirkt sich Corona auch hier auch Arbeitsplätze und die Wirtschaft aus.

Als EU-Bürger kann ich kein politisches Asyl stellen. Die Dame vom Amt war nicht amüsiert: als politisches Statement solle ich Merkel abwählen, oder nach Kanada oder in die Türkei auswandern. Erdogan sei gut. Na schön. Einen Versuch war es wert.

Jetzt werde ich noch eine Kletterhalle besuchen und mich als Trainer vorstellen. Dann gucken wir nach einem hübschen Schlafplatz. 2.400 km in den letzten 6 Tagen sowie 6 wunderbare Abende bei Freunden gaben mir Inspiration und liebevolle Energie. Nur der Schlaf kam zu kurz. Das wird jetzt anders.

Ruhezeit

Dänemark…

… wir sind drin.

Die dreispurige Autobahn ist professionell auf eine Spur verengt.

Gegen 20:00 war ich in Sichtweite der einzige Reisende der die Grenze passieren wollte.

Der Grenzpolizist war sehr freundlich. Er ließ sich meinen Ausweis zeigen, den Grund meiner Reise nennen und mein Einladungsschreiben zeigen. So wie früher an den Grenzen eben, nur mit mehr Barrikaden.

Ich bin ziemlich erleichtert dass das so einfach ging.

In 3 Stunden müsste der Grenzübertritt nach Schweden ganz frei von Hindernissen sein.

unboxing

For the last 3 days I have been unboxing some remaining memories (that I could not finish two weeks ago) of more or less all my life.

Starting with Turkish birth records and immigration documents, some of my first books, working contracts and financial records, project documentation, old medical records (the cancer surgery), photos, tools, toys and so on…

I must say: it was an information and emotion overload. Not bad at all – just soo much.

Thanks to my friends Tobi, Hansi, Josef and Katerina I had a lot of social support.

vol libre / frei fliegen

Saturday’s hike with Michi (below, center) had been refreshing. Also we met Gregor (below, left) who turned to hike-&-fly for obvious reasons.

However I did not want to get my wing dirty on this rainy day. So Kira and I hiked down and spent our night just at the car park.

On Sunday we had an excellent day out with Tobi, flying free and thermalling (large photo).

Followed by a quick swim in Schliersee to wash off the sweat.

Then we spent the evening at Weyarn’s Tesla Hotel:

So far the mix of outdoor and indoor is working great – thanks to my friends, a well known neighborhood and an excellent charging network.

espresso solare

… gab es gestern und heute.

Gestern war auch noch ein kleiner Ausflug auf den Osterfelder drin. Vielen Dank an den Werdenfelser Verein für das Öffnen ihres Fluggeländes!

Startplatz am Osterfelderkopf (Foto: Kilian Draeger)
Kurz vor der Landung hat der Kilian uns wieder eingeholt 🙂

Heute gab’s zum Frühstück Früchtebrei solare, also mit heißem Wasser aus dem Solarofen. Und abends Tortellini solare: mit heißen Wasser aus dem Solarofen in der Thermoskanne gekocht.

Ravioli solare

Ja richtig: heute war ein fauler Tag.

Den ganzen Tag saß ich in der Sonne herum, habe ein kleines bisschen kommuniziert und meinen Krimskrams im Auto sortiert. Daher konnte der Solarkocher so viel heißes Wasser produzieren. Meine CO²-Emissionen stehen auf Rekordtief.

Dabei fühle ich mich abwechselnd sehr leicht & frei, dann wieder ratlos und planlos.

Kein Wunder: ich habe ja auch keinen richtigen Plan. Dann passt ja wenigstens das Gefühl.

Ein Ziel habe ich tatsächlich doch: Schweden nämlich.

Entweder sterben die Schweden alle aus. Dann ist da viel Platz.

Oder die schwedische Bevölkerung überlebt und beweist so, dass man beides haben kann: Pandemie und Grundrechte.

Meine Vermutung (die an Überzeugung grenzt) ist übrigens der zweite Fall.

Erst seitdem sie weg sind weiß ich wie sehr ich auf Grundrechte stehe. Und dass sie doch nicht selbstverständlich sind, in unserer modernen, hochentwickelten Demokratie.

Falls übrigens jemand Bekannte oder Geschäftsfreunde ich Schweden hat: ich such nen Job, und kurzfristig ein Vorstellungsgespräch in Schweden. Im Ernst. Über gegenseitige Vorstellungen würde ich mich sehr freuen.

Im großen und ganzen passt meine Reise zur Vision. Zuerst dachte ich zwar dass ich nach Süden reisen würde – aber ich hatte ja kein konkretes Ziel. Frei und flexibel möchte ich sein. Flexibel bin ich schon. Fehlt nur noch frei. Aber das wird schon.

mein heutiger Blog-Spot, nahe der Grenze zu Tirol
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