9 lovely days with Geppebba

quite late now I try to catch up // bin spät dran mit den Updates

I had the pleasure to spend 9 lovely days with Ebba and Patrick and their family near Båstad.

The parents run a fashion label as a family business. Everybody with two legs should check this out:

> http://www.geppebba.com/

The rational level of my week with Patrick and Ebba was to get oriented in Sweden and to decide on the next steps. For this purpose I could use their garden house and use it as my temporary office.

A great luxury on the social and emotional level was that the family shared their evenings and dinners with me. It felt like a second home.

Aus praktischer Sicht wollte ich die Zeit bei Ebba und Patrick nutzen um mich in Schweden zu orientieren. Zu meinem Glück durfte ich darüber hinaus viel Zeit mit der ganzen Familie verbringen und an den Abendessen teilnehmen. So wurde die Woche zu einem sehr persönlichen und geborgenem Aufenthalt, fast zu einer Unterbrechung meiner Reise weil es sich wie in einem zweiten Zuhause anfühlte.

skateboard rack: a little carpentry project that I could help Patrick with

Within the first days a nice paragliding pilot (Anna Hadders) introduced me to the regional Club Parapente Syd’s facebook group. There I quickly met pilots from around Kåseberga. This was a strong hint for my next move after Båstad.

A bitter pill however was the comment of one Swedish pilot who takes the Corona measures seriously and proposed that I should stay in my own country. This made me thinking quite a bit because it was the first negative response that I received in Sweden.

Schon in der ersten paar Tagen hat mich ein freundliche Pilotin in die Facebook-Gruppe des Club Parapente Syd eingeführt. Dort lernte ich rasch weitere Piloten kennen die alle in der Ecke von Kåseberga fliegen. Sieht so aus als sollte das mein nächster Stopp nach Båstad werden.

Es gab aber auch Gegenwind. Ein schwedischer Pilot, der die Corona Maßnahmen sehr ernst nimmt, legte mir nahe dass ich besser zuhause geblieben wäre oder mich zumindest ganz unauffällig in Schweden bewegen sollte. Das gab mir ziemlich zu denken da es die erste negative Reaktion auf mich in Schweden war. In jedem Fall möchte ich besser beobachten wie andere Schweden die Sache sehen und muss ggf. neu bewerten ob ich mich hier willkommen fühlen darf.

Bei Geppebba zuhause jedenfalls konnte ich mich mit ein paar Linux-Installationen auf ihren Notebooks und weiterem Software-Coaching etwas nützlich machen.

Die Familie ist auch unglaublich sportlich: entweder beim Windsurfen, beim Radfahren oder mit Skateboards unterwegs.

Das nächstgelegene Gleitschirm-Fluggebiet Hovs Hallar ist nicht ganz einfach: ein enges Windfenster und viele Hindernisse um die Startplätze herum.

Patrick und ich beim Parawaiting

Den ganz starken Wind mussten wir aussitzen. Die zwei Drachenflieger hatten wohl ihren Spaß, einer kam gegen den Wind jedoch kaum noch vorwärts. Zu starker Wind für einen sicheren Flug am Gleitschirm.

Fun Fact nebenbei: den aktuellen schwedischen Rekord für die längste Strecke am Gleitschirm hatte erst vor kurzem Gillis Bengtsson aufgestellt, der gestartet ist während Drachenpiloten am selben Startplatz auf schwächeren Wind gewartet hatten. Aber Patrick und ich waren nicht auf Rekorde aus sondern auf einen Genussflug.

Als uns die Warterei zu lange wurde fuhren wir heim, um nach dem Abendessen einen weiteren Versuch zu starten. In der Zwischenzeit hatte der Wind jedoch so sehr nachgelassen dass er selbst für Solo-Piloten nicht mehr genug trug – für eine Tandembesatzung mit zwei Erwachsenen also hoffnungslos.

after two tiny hops in the air, just before sunset

Dafür konnte ich das Gelände und den Wind in einem kurzen Flug mit Kira erkunden (zusammen 105 kg am Tandemschirm fliegen manchmal auch bei wenig Wind noch ganz gut). So konnte ich immerhin Geppebbas Nachwuchs auch noch mit ganz kurzen Flüglein beglücken.

auf dem Heimweg nach den Flüglein

Die restliche Zeit verbrachte ich teils produktiv, teils auf genussvollen Spaziergängen mit Kira.

Und am 19. Mai zog es mich dann weiter an die Südküste: nach Kåseberga, zu dessen ehrwürdiger Wikinger-Gedenkstätte und zu dem vielversprechenden Fluggebiet.

Fortsetzung folgt…

Published by Boran

travelling the Touring Test

2 thoughts on “9 lovely days with Geppebba

  1. liest sich gut. 🙂 Ich hab jetzt gar nichts mehr mitbekommen wie sich das C. in Schweden entwickelt hat. Hieß ja mal, dass die Fallzahlen in S. so sehr gestiegen sind und unverhältnismässig viel Tote zu beklagen wären….. Jetzt hab ich aber schon lang nix mehr mitbekommen. Aber ansonsten ist das Verhalten des einen Piloten ja nicht sooo ungewöhnlich. Ist doch überall so. Hier (und überall anders auch) gibt es überwiegend zwei Lager, die einen die es etwas lockerer sehen und die anderen denen die Maßnahmen des Staates nicht stark genug sein können. Man muss auch hier immer damit rechnen, dass man mit seiner (etwas lockeren wie ich sie auch habe) auf Unverständnis und Ablehnung stößt. Mei, is halt so. Dennoch beneid ich dich um deinen Trip. Neid ist ein hartes Wort, das mein ich nicht, ich gönns dir 🙂 gute Zeit noch und lass wieder was lesen.

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    1. Danke lieber Hirn 🙂 Ja die Haltung des kritischen Piloten (nennen wir ihn G.) kann ich nachvollziehen und es gibt nichts dagegen einzuwenden. Wie Du sagst ist das bestimmt eine der natürlichen Reaktionen auf die medizinische Bedrohung. Interessant und daher erwähnenswert fand ich diese Episode deshalb weil G. diese Haltung offenbar in einem Milieu ohne (oder mit viel weniger) Manipulation als in anderen Ländern Europas entwickelt hat. Das belegt zum einen die These dass sich diese Reaktion vermutlich automatisch abläuft (wobei es ja auch Hype in den internationalen Medien gibt). Zum anderen ist die Größenverteilung der ‘Lager’ interessant. Von den sehr ‘vorsichtigen’ Bürgern gibt es in Schweden viel weniger als z.B. in Deutschland. Und in 3 Wochen konnte ich jetzt viele Gepflogenheiten im öffentlichen Leben beobachten.

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